Boxen als Ausgleich zum Alltagsstress

Morgens früh aufstehen, schnell einen Kaffee trinken, hastig ein Frühstück reinwürgen…und schon geht es ab ins Büro. Zeitdruck. Wie üblich ist Stau auf der Autobahn oder die Bahn ist gerammelt voll. Schon stellen sich die ersten Spannungen im Nacken ein. Stress ist überall. Dann warten am Arbeitsplatz die lieben Kollegen. Wer kriegt wann Urlaub? Der Chef kommt um die Ecke. Wie immer beschwert er sich und kriegt Wutanfälle. Die Magensäureproduktion fährt auf Hochtouren. Der Nacken spannt sich weiter an. Stresshormone jagen durch den Körper. Ein typischer Arbeitstag beginnt.

Stress macht hungrig | Hunger auf mehr?

Stress macht hungrig. Cortisol wird von den Nebennieren ausgeschüttet. Klar, überall liegt Süßkram herum. Dann greift man schon mal gerne zu. Resultat: Die Fettzellen füllen sich gierig auf, der Hüftspeck wuchert. Gleichzeitig gerät der Blutzuckerspiegel durcheinander. Die Folge: Die Laune sackt in den Keller. Müdigkeit stellt sich ein. Der Nacken ist jetzt steinhart, die Schultermuskulatur verspannt sich. Doch der Arbeitstag ist ja noch nicht vorbei…

Überstunden. Inzwischen brummt der Schädel. Alles nervt nur noch. Der Körper hat sich unbewusst mit konsequenter Muskelanspannung gegen die zahlreichen Stressfaktoren gewehrt. Die Anspannung, Folge unterdrückter Aggression, begleitet einen in den Feierabend. Es muss doch eine Möglichkeit geben, den schädlichen Cocktail aus Stresshormonen abbauen zu können…
Der Boxsport ist ein hervorragendes Mittel, um die vielfältigen gesundheitlichen Belastungen des modernen Arbeitsalltags auszugleichen. Das Boxen bietet ein intensives Ganzkörpertraining und schärft die Reflexe. Schnellkraft, Koordination und Kondition werden entwickelt wie in kaum einer anderen Sportart.

Stressbabbau durch Sport

Der Stressabbau beginnt mit dem Aufwärmen am Springseil. Durch die monotone, jedoch Aufmerksamkeit erfordernde Bewegung des Springseils gerät der Geist in eine leichte Trance. Die Alltagssorgen verflüchtigen sich. Ein wohltuendes Schwitzen stellt sich ein. Wärme durchflutet den Körper. Sauerstoffreiches Blut pulsiert durch die Adern. Die überflüssigen Nährstoffe, die sich durch einen ungesunden Lebensstil angesammelt haben, werden effektiv verbrannt. Weiter geht es mit Dehnübungen. Die Muskulatur, die sich über den Tag verteilt unangenehm und teilweise schmerzhaft verkürzt hat, bekommt wieder ihren natürlichen Spielraum. Der Körper wird elastischer. Spannung fällt ab.Dann ein paar Kraftübungen. Liegestütze, Crunches, Kniebeugen. Es tut gut, den Körper wieder zu fühlen. Nun wird deutlich, was für ein Anspannungspegel sich tagtäglich im Organismus entwickelt.

Eine kleine Pause. Atem schöpfen, Bandagen um die Hände wickeln, die Boxhandschuhe überstülpen, und schon geht es los. Erst ein paar Runden Schattenboxen. Der Kampf gegen einen imaginären Gegner beginnt. Die aufgestaute Aggression findet in der Bewegung ihren direkten Ausdruck. Linke Gerade, rechter Haken, Uppercut…Der Organismus kommt auf Hochtouren. Der Schweiß tropft aus allen Poren. Das reinigt Körper und Geist.
Jetzt kommt das Finale. Ran an den Boxsack. Links, rechts, links.. Kraft kommt in die Schläge. Das Herz jubiliert, weil es richtig gefordert wird. Der Sandsack bietet einen Widerstand, den es zu überwinden gilt, wie die zahlreichen Widerstände des Alltags. Der letzte Rest an aufgestauter Aggression strömt in die Fäuste. Das tut gut.

Das Training endet mit angenehmer Müdigkeit und Entspannung. Die Stresshormone verflüchtigen sich. Innere Ruhe kehrt ein.
Fazit: Der Boxsport ist ein hervorragendes Mittel, den Körper zu fordern, Aggressionen abzubauen und dauerhaft fit und gesund zu bleiben.

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